projekt 1: testanlage

Klimafreundliche Fernwärme und Wasserstoff aus lokalen biogenen Reststoffen

projekt 1: testanlage

Wir ziehen mit unserer Testanlage um!

Für das Ziel der Bundesregierung, die Treibhausgasneutralität bis 2045 zu erreichen,
kommt der Sektorenkopplung im Rahmen der Transformation des Wärmesektors und
des Aufbaus einer Wasserstoffwirtschaft eine wesentliche Rolle zu. Dieses
Verbundprojekt unterstützt beide Ziel durch die Erforschung einer dezentralen
Wasserstoff-Erzeugung aus thermo-chemischer Umwandlung biogener Reststoffe
mittels unserer patentierten bhyo hydrogen technology. Im Rahmen des Vorhabens
soll die technische Machbarkeit des Prozesses durch die Erweiterung der
bestehenden Testanlage bewiesen sowie Potenziale zur Nutzung der Abwärme in
Fernwärmenetzen und die Abscheidung von Kohlenstoffdioxid für eine negative
CO2-Bilanz evaluiert werden.

Dabei wird das Projekt vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klima (BMWK) im
Rahmen des Teilbereichs Wärme-Kälte des 7. Energieforschungsprogramms der
Bundesregierung gefördert. Am Projekt beteiligt sind sowohl namhafte
Industriepartner, als auch Institute wie das deutsche Biomasseforschungszentrum
(DBFZ)
, die DBI Gas- und Umwelttechnik, das Fraunhofer Institut ISI sowie
kommunale Stakeholder wie die Stadtwerke Speyer und mit der TH Bingen auch
Partner aus der Wissenschaft.

Wie bereits erwähnt existiert die Testanlage bereits und wurde in der Vergangenheit
schon betrieben, um unser patentiertes Hybridverfahren bhyo hydrogen technology
zu erproben. Die Anlage wurde 2012 in Kooperation mit Bilfinger und Linde im
Industriestandard gebaut und in über 1500 Betriebsstunden mit verschiedensten
Kombinationen biogener Stoffe getestet. Die bestehende Anlage fokussiert sich
Projekt 1: Testanlage 2 dabei auf den Reformer zur Herstellung von Synthesegas, welcher das Herzstück unserer Technologie darstellt.

Im nächsten Schritt, der nach dem Abbau für Q1-Q2 2024 geplant ist und einen
wesentlichen Teil des Förderprojektes darstellt, soll der Reformer am neuen Standort
aufgebaut werden. Danach soll der Reformer durch Anschlusstechnologien zur
Herstellung von Wasserstoff bis Ende 2024 erweitert werden. Ebenso wird erprobt
inwiefern und auf welchem Weg die Abwärme des Reformers effizient in das
Fernwärmenetz eingespeist werden kann. Da für bhyo die effiziente Nutzung aller
Ressourcen sowie Nachhaltigkeit im Mittelpunkt unserer Philosophie steht, wird
außerdem evaluiert, wie Kohlenstoffdioxid am effizientesten im Prozess
abgeschieden werden kann. Da der Prozess durch die Nutzung von lokal
anfallenden biogenen Reststoffen bereits klimaneutral ist, könnte so eine negative
Treibhausgasbilanz in bhyo-Anlagen erreicht werden.

Ab Q3 2024 soll die Anlage in geförderten Testfahrten über 2 Jahre genutzt werden,
um wissenschaftliche Ergebnisse im Rahmen von Forschungsprojekten sowie
technisches Know-How für bhyo zu gewinnen. Die Laufzeit des Projektes beträgt
damit 2,5 Jahre und endet nach Q2 2026. Im Anschluss an die Inbetriebnahme und
der Erbringung des Proof of Concept für das Gesamtverfahren geht unser Team über
in die Entwicklung und den Bau der ersten kommerziellen Anlage in einem
Pilotprojekt.

Für uns gibt es also in den nächsten Monaten genug zu tun! Wir von bhyo freuen
uns natürlich auf die spannende Zeit im neuen Jahr und werden euch mit Updates
zum Projekt auf dem Laufenden halten.

be green. be bhyo. 🌱🌳🌍

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